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Ursprünglich war das heutige Komponistenviertel ein eigenständiger Ortsteil der Gemeinde Weißensee, ein beliebter Ausflugsort vor den Toren Berlins. Im Zuge der Industrialisierung wanderten immer mehr Betriebe aus der Hauptstadt in die umliegenden Gemeinden ab. Davon profitierte auch das damals noch “Neu Weißensee“ genannte Komponistenviertel, das sich zum begehrten Standort für Handwerk und produzierendes Gewerbe am Rande der Stadt entwickelte.
Die Puccini Hofgärten sind ein Teil dieser Geschichte. Das Areal wurde seit Ende des 19. Jahrhunderts als Hauptsitz der Carl Müller Gummiwarenfabrik genutzt, die zuvor im Zentrum Berlins ansässig war. Auf kontinuierlichem Erfolgskurs errichtete die Unternehmerfamilie im Jahr 1898 zunächst das so genannte Kontorhaus, in den folgenden Jahren kamen das große Fabrikgebäude, ein Kutschergebäude und die Fabrikantenvilla dazu.
Bis zum Jahr 1994 – nach dem Zweiten Weltkrieg in Form eines
Genossenschaftlichen Betriebs – wurden auf dem Areal Gummiwaren verarbeitet.
Danach blieben die Gebäuden ungenutzt.
© Fotos Landesarchiv Berlin
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